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Christine Rieck-Sonntag (c) Diana Baumgartner, Fotografin (diana@diebaumgartnerin.de)
Ausstellungseröffnung
Die Malerin Christine Rieck-Sonntag begegnete der Musikerin Ilse Wunsch-Mainzer spät. Da war diese schon 89 Jahre alt. Es wurde eine kurze aber intensive Freundschaft in New York City.
1933 war Ilse aus Hitlerdeutschland geflüchtet. Eine junge jüdische Pianistin, die es in allerletzter Minute geschafft hatte zu entkommen. Der Karrieretraum als Konzertpianistin war ausgeträumt. Das nackte Leben war gerettet. Amerika hatte sie aufgenommen. Die Mutter konnte nichtmehr nachkommen und wurde ermordet. Ein Flüchtlingsschicksal aus der Zeit, als viele nicht nach Deutschland flohen, sondern aus Deutschland hinausfliehen mußten.
Mit Tuschelinien auf Telefonbuchblättern aus Manhattan hat die Künstlerin das Leben von Ilse Wunsch-Mainzer (1911-2003) gezeichnet. Der Bilderzyklus besteht aus 21 Zeichnungen und ist Ehrung und Nachruf zugleich. Die Malerin wird bei der Eröffnung der Ausstellung von ihren Begegnungen mit Ilse Wunsch-Mainzer erzählen.
Die Künstlerin
Christine Rieck-Sonntag wurde 1941 in Zwickau geboren, ab 1972 studierte sie Religionspädagogik in München und
machte eine Ausbildung in Malerei und Aktzeichnen bei Gottfried Bammes (Dresden), bei Bernhard Heisig (Leipzig,) und bei Ina Barfuß (Berlin), u.a.; 1996 folgte das Zertifikat der Akademie der Bildenden Künste München. Sie ist Mitglied in der GEDOK und im BBK, erhielt zahlreiche Auszeichnungen, Preise, Stipendien. Über ihre Einzelausstellungen im In- und Ausland siehe die Webseite von Christine Rieck-Sonntag: www.crs-art.d
Foto: Christine Rieck-Sonntag (c) Diana Baumgartner, Fotografin (diana@diebaumgartnerin.de)

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