aktuelles


Die Verhaftung durch die Gestapo steht unmittelbar bevor. Marie Jalowicz ist 20 Jahre alt und taucht unter.
Über fünfzig Jahre danach erzählt sie erstmals auf 77 Tonband-Kassetten ihre ganze Geschichte und was es heißt, sich drei lange Jahre Tag für Tag in Nazi-Berlin durchzuschlagen. Marie Jalowicz greift nach jedem Strohhalm. So fährt sie zum Beispiel nach Bulgarien, um von dort nach Palästina zu fliehen, wird denunziert und muss nach Berlin zurückkehren. Es folgt eine fast ununterbrochene Odyssee durch ihre Geburtsstadt – dutzende Unterkünfte, ein falscher Name, falsche Haarfarbe, falsche Geschichten… Ihre Quartiergeber und Helfer sind Toilettenfrauen, Passfälscher, Konsularbeamte, Zirkusartisten, Kommunisten, Einbrecher, einfache Leute, die sie zum Familienmitglied erklären. Jede Zeile ein Zeugnis dafür, wie dicht Gut und Böse beieinander liegen.
Ihr Sohn, der Historiker und Gründungsdirektor der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum, Hermann Simon, berichtet über seine Mutter und ihr Buch
»Marie Jalowicz Simon: Untergetaucht.
Bearbeitet von Irene Stratenwerth und Hermann Simon
Eine junge Frau überlebt in Berlin 1940–1945«
Eine Veranstaltung des Fritz Bauer Forums in Kooperation mit Punktgenau – Forum für politische Bildung


Magdalena Köhler (M.A.)
Veranstaltungen und interaktive Fritz Bauer Bibliothek
Telefon
+49 (0) 1573 2562392Email adresse
magdalena.koehler@fritz-bauer-forum.deÖffnungszeiten:
Montag bis Mittwoch 10.00 - 16.00 Uhr | Donnerstag 14.00 - 17.00 Uhr | Freitags nach Vereinbarung