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„Wir können aus der Erde keinen Himmel machen, aber jeder von uns kann etwas dazu tun, dass sie nicht zur Hölle wird.“
Nimmt man diese Äußerung von Fritz Bauer als Kristallisationspunkt denkbarer Impulse, „etwas zu tun“, dann könnte man fragen: „Aber was?“. Reinhold Spratte wird bei der Veranstaltung ein Spektrum von Gedichten vorstellen, in denen über die Klage an widrigen Zuständen hinaus nach „Maßnahme gegen die Gewalt“ (Zitat Brecht) gefragt wird. Und es wird nicht verwundern, dass die Autoren dabei auf sehr unterschiedliche Ideen und Vorschläge kommen.
Vorgelesen werden Texte von Enzensberger, Brecht, Ulla Hahn, Fontane, Fried, Goethe, Heiner Müller, Domin.u.a. und, vielleicht überraschend, dem Barockdichter Paul Fleming.
Die vorgetragenen Texte wenden sich “gegen die Gewalt”. Ist damit gesagt, dass Gewalt per se kein Mittel gegen Unterdrückung sein kann? Oder ist es so, wie Brecht es oft formuliert, dass allein Gewalt Gewalt beseitigen kann?!
Diese Frage kann uns im Anschluss an die Lesung beschäftigen.
Reinhold Spratte, gelernter Maschinenschlosser, studierte Germanistik, Erziehungswissenschaften und Philosophie in Münster. Bis 2004 war er Lehrer am Schiller-Gymnasium in Witten. Nach seiner Pensionierung arbeitet er ehrenamtlich in der Städtepartnerschaft Witten/Tczew. Durch diverse Veranstaltungen und Vorträge führte er Menschen im Sinne der deutsch-polnischen Versöhnung an polnische Literatur heran. Außerdem ist Spratte Maler und Künstler.

Magdalena Köhler (M.A.)
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