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Der andere 11. September 1973 – Überlebende des Militärputsches in Chile, die in Bochum Asyl fanden, berichten erstmals über ihre persönlichen Erfahrungen
Zeugeninnen und Zeugen des brutalen Militärputsches am 11. September 1973 zum Sturz der Regierung des demokratisch gewählten Präsidenten Dr. Salvador Allende berichten am 50. Jahrestag der schrecklichen Ereignisse erstmals von ihren Erfahrungen.
Was erlebten sie in den Tagen vorher, was am Tag des Militärputsches, der die Weltöffentlichkeit überraschte? Wie gelangten sie in die Bundesrepublik?
Den Gegnern der sozialistischen Reformen der Allende-Regierung, die das Wohl der armen Bevölkerung verbessern wollte, war es bis zum Putsch nicht gelungen, eine Mehrheit zu gewinnen. Zwar war Allendes Popularität gesunken, aber er vereinte nach wie vor eine Mehrheit der Stimmen hinter sich.
Für die Anhänger der Unidad Popular, die den Schergen des Militärs in die Hände fielen, bedeutete der 11. September 1973 Folter und Mord. Einigen Tausend Chileninnen und Chilenen gelang die Flucht in das rettende Exil. Viele von ihnen flohen über eine der ausländischen Botschaften nach Europa oder in benachbarte Staaten. Nicht selten in der Hoffnung so vieler Geflüchteter, bald in ihr Land zurückkehren zu können. Andere Verfolgte waren noch Jahre im Untergrund in Chile für ihre Parteien im Widerstand gegen die Militärdiktatur aktiv. Sie flohen zum Teil Jahre später vor der Repression der Militärs, die auch vor der Verfolgung ihrer Gegner im Ausland nicht zurückscheuten.
Begrüßung: Dr. Irmtrud Wojak (Fritz Bauer Forum, Bochum)

Magdalena Köhler (M.A.)
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