Multiplikatoren-Workshop in der HöMS Gießen

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Autor/Autorin

Portrait
Jacob Liedtke
Projektmitarbeiter

"Nichts ist Vergangenheit" Projekt Rollout in Hessen

Am 27. Juli 2026 fand der Multiplikatoren-Workshop des Projektes „Nichts ist Vergangenheit Menschenrechtsbildung für ein demokratisches Zusammenleben“ an der Hochschule für Öffentliches Management und Sicherheit in Gießen statt, um die unterschiedlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer in ihren Fortbildungen und Lehrveranstaltungen der HöMS und der Polizeiarbeit zu unterstützen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer als Repräsentanten der Bereiche der polizeilichen Prävention politisch motivierter Kriminalität und Extremismus, Migration, der Polizeipräsidien, Kooperationskommunen, dem Hochschuldidaktischen Dienst und der beiden Fachbereiche der HöMS hatten durch das erste konzipierte Modul des Projektes „Kenntnisse zu Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und Eröffnung eigener Handlungsräume“ Gelegenheit zum Gedanken- und Methodenaustausch, um das durch das Bundesprogramm „Demokratie Leben“ vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderte Projekt nachhaltig in der hessischen Polizei und Verwaltung zu implementieren.

Die Teilnehmenden beim Workshop © Cornelia Rotter (HöMS)

Bildung als Verantwortung

Inhaltlich befasst sich das erste Modul, das im Dezember 2025 in Bochum pilotiert wurde, mit den Themenkomplexen Antisemitismus, Rassismus und Menschenrechtsbildung und soll durch die Anregung von Reflexion über die eigene Position in der Gesellschaft, die Diskussion von Perspektiven von Betroffenen antisemitischer und rassistischer Diskriminierung sowie die Vermittlung der Geschichte dieser beiden Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit die Fähigkeit zur Ambiguitätstoleranz und die Handlungssicherheit in polarisierten politischen Debatten stärken.

Die Veranstaltung ist Teil der kontinuierlichen Bemühungen, die hessische Polizei und Verwaltung durch Schulungen, Fortbildungen und Fachveranstaltungen für die Herausforderungen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit zu sensibilisieren. Ziel ist es, Angehörige dieser Berufsgruppen in ihrer Haltung und Handlungskompetenz zu stärken, damit sie Rassismus, Antisemitismus und jeder Form von Diskriminierung entschlossen entgegentreten können.

Im Rahmen des Workshops betonten die Teilnehmenden ihre Verantwortung, im Kontext ihres Bildungsauftrags als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren zu wirken. Sie machten deutlich, dass sie ihre fachlichen, didaktischen und methodischen Kompetenzen gezielt weiterentwickeln möchten, um die genannten Themen wirksam in ihre Bildungsarbeit zu integrieren und die entsprechenden Zielgruppen nachhaltig zu stärken.

Informationen und Handreichung: Projektseite des Fritz Bauer Forums · Kontakt: niv@fritz-bauer-forum.de