Zehn Zwölf
26 Min. 14 Sek.

Anna di Bari | „Menschen dürfen nicht ertrinken – darüber sollte es keinen Streit geben.“

Jetzt anhören

SpotifySpotifySpotifySpotifySpotify

Gast

Portrait
Anna di Bari

Host

Portrait
Martin von Berswordt-Wallrabe

Veröffentlicht am

10. Dezember 2025

In dieser Folge sprechen wir mit Anna di Bari, Vorstandsmitglied der zivilen Seenotrettungsorganisation Sea-Eye. Seit zehn Jahren retten zivilgesellschaftliche Crews Menschen, die auf der Flucht über das Mittelmeer ihr Leben riskieren und füllen damit eine Lücke, die europäische Staaten bewusst offenlassen. Anna di Bari berichtet, warum zivile Seenotrettung heute unverzichtbar ist, wie sich die Lage auf See dramatisch verändert hat und weshalb die Kriminalisierung von Rettungseinsätzen ein Angriff auf grundlegende Menschenrechte ist. Wir sprechen über politische Verantwortung, über die verschobenen Debatten rund um Migration und darüber, warum die einfache Haltung „Menschen dürfen nicht ertrinken“ eigentlich selbstverständlich sein sollte.

 

Foto Credit Dominik Butzmann

Weitere Folgen

Zehn Zwölf
Max Ciolek | „Kulturelle Teilhabe ist kein Luxus, sondern ein Recht.“
Kulturelle Teilhabe gilt als Menschenrecht – und ist doch für viele Menschen in Deutschland keine Realität. In dieser Folge spricht Martin mit Max Ciolek von der Bundesvereinigung Kulturelle Teilhabe darüber, warum der Zugang zu Kultur noch immer stark von sozialen Faktoren abhängt – und weshalb dieses oft übersehene Menschenrecht so entscheidend für gesellschaftliche Teilhabe ist. Es geht um unsichtbare Barrieren, politische Verantwortung und die Frage, warum kulturelle Teilhabe mehr ist als ein Freizeitangebot: nämlich eine Voraussetzung für Zugehörigkeit, Ausdruck und demokratische Beteiligung. Eine Folge über ein Recht, das viele nicht kennen – und das dennoch grundlegend für eine offene Gesellschaft ist.
10. April 2026
19 Min. 56 Sek.
Zehn Zwölf
Katja Urbatsch | „Das Recht auf Bildung gilt nicht für alle.“
In dieser Folge spricht Martin mit Katja Urbatsch, Mitgründerin und Geschäftsführerin von ArbeiterKind.de, über Bildung als Frage der sozialen Gerechtigkeit. Noch immer entscheidet in Deutschland die Herkunft stark darüber, wer studiert und wer nicht. Urbatsch erklärt, warum viele junge Menschen aus nicht-akademischen Familien auf dem Weg an die Hochschule vor strukturellen Hürden stehen – von fehlenden Informationen bis zu finanziellen Unsicherheiten. Im Gespräch geht es um Bildung als Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe, um Solidarität durch Peer-Netzwerke und um die Frage, was passieren muss, damit das Recht auf Bildung tatsächlich für alle gilt.
10. März 2026
25 Min. 44 Sek.
Zehn Zwölf
Helena Steinhaus | „Das Existenzminimum müsste man eigentlich nicht weiter kürzen können.“
Wie gerecht ist ein System, das das Existenzminimum kürzt? Helena Steinhaus, Gründerin von Sanktionsfrei, erklärt, warum Sanktionen im Bürgergeld Menschen unter das Minimum drücken, welche Mythen über „Sozialbetrug“ sich hartnäckig halten – und was hinter der aktuellen Reform der Grundsicherung steckt. Sie spricht über Macht und Repräsentation, Lobbyeinfluss, die Angst vor dem Jobcenter und die Realität von Millionen, die von Armut betroffen sind oder jeden Tag knapp daran vorbeischrammen. Ein Satz, der bleibt: „Es ist letztendlich einfach Klassenkampf.“
10. Februar 2026
26 Min.41 Sek.