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Almuth Salentijn
Buchvorstellung & Diskussion
Zwei Schwestern stoßen durch das Buch eines Auschwitz-Überlebenden auf die NS-Vergangenheit ihres Großvaters. Sie folgen den Spuren und tauchen ein in die Geschichte der Judenverfolgung durch die Nationalsozialisten in den besetzten Niederlanden.
Hat der Großvater selbst gefoltert, getötet? Wusste er, was in Auschwitz geschah? Bereute er später seine Taten? Wie ging man im Nachkriegsdeutschland mit Tätern wie ihm um?
Im Zuge ihrer jahrelangen Recherchen kommen die Schwestern mit Nachfahren von Opfern in Kontakt und entwickeln eine eigene Haltung im Umgang mit der Schuld in der Familie. Davon erzählen sie bei der Buchvorstellung, der Schauspieler Olaf Reitz wird ausgewählte Passagen des Buches lesen.
„Zwei Schwestern finden den Namen ihres Großvaters im Buch eines Auschwitz-Überlebenden. Sie forschen nach – und finden heraus, was viele Deutsche bis heute verdrängen: die Mitschuld von Vorfahren am Holocaust.“
Nicola Meier, Süddeutsche Zeitung
„Am Beispiel des Großvaters wird herausgearbeitet, wie NS-Täter im Nachkriegsdeutschland von den Machenschaften der furchtbaren Juristen profitierten, die weiter Karriere machten.“
Ingo Müller, Autor des Buches Furchtbare Juristen
Almuth Salentijn ist Geschäftsführerin des Bergischen Studieninstitutes für kommunale Verwaltung und Dozentin bei der KGSt in Köln. Nach dem Jura-Studium und dem Referendariat machte sie in Speyer den zusätzlichen Abschluss Magister der Verwaltungswissenschaften. Sie startete ihren beruflichen Werdegang im Rechtsamt der Stadtverwaltung Wuppertal, übernahm verschiedene Führungspositionen, leitete das Haupt- und Personalamt sowie das Büro des Oberbürgermeisters.
Ute Sterr ist Schulleiterin der Adelheidisschule in Bonn und als Schulleitungscoach für alle Schulformen tätig. Sie studierte Deutsch, Mathematik und Musik für das Grundschullehramt und schloss das Zusatzstudium Interkulturelle Pädagogik an der Universität Münster ab. Nach beruflichen Stationen an Grundschulen ging sie 2010 für zwei Jahre nach La Paz/Bolivien und unterrichtete am Colegio Alemán. Damit knüpfte sie an eigene Erfahrungen an: Von 1977 bis 1984 lebte sie in Ägypten und besuchte – wie ihre Schwester Almuth – die Deutsche Schule in Kairo.
Olaf Reitz bewegt sich als Sprecher, Schauspieler und Theatermacher zwischen Studio, Bühne und öffentlichem Raum, arbeitet konsequent an den Rändern. Nicht im Sinne von Nische, sondern im Sinne von Grenzraum – zwischen Literatur und Performance, zwischen Bühne und Straße, zwischen Stimme und Raum – genau diese Zwischenräume interessieren ihn. Wo Sprache auf Architektur trifft. Wo ein Text plötzlich eine Straßenecke bewohnt. Wo eine Stimme mehr ist als ein Klang. Mehr auf olafreitz.de
Das Buch erscheint im Oktober 2026 und ist dann im Shop des Fritz Bauer Forums sowie bei der Veranstaltung erhältlich.
Eine Veranstaltung des Fritz Bauer Forums

Magdalena Köhler (M.A.)
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