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Mareike Haass | Erinnerungskultur, Rechtsextremismus und die Verantwortung der Polizei

Do
20
Aug 2026

Do
20
Aug 2026

Ort: Fritz Bauer Forum, Feldmark 107, 44803 Bochum
Dauer: 90 Min.
Beginn: 18:00
Ende: 19:30
Sprachen: Deutsch
Eintritt: Frei
Barrierefrei

Keynote und Gespräch

Erinnerungskultur, Rechtsextremismus und die Verantwortung der Polizei

Polizei als zentraler Träger staatlicher Gewalt hat besondere Verantwortung für gesellschaftliches Vertrauen in den Rechtsstaat und damit für demokratische Resilienz. Wie sich diese Verantwortung historisch begründet, wie sich Rechtsextremismus innerhalb der Institution Polizei zeigt und welche strategischen Ansätze zur Verfügung stehen, um ihm entgegenzuwirken, ist Gegenstand des Abends mit Dr. Haydée Mareike Haass.

Dr. Haass hat den 2026 erschienenen Sammelband Rechtsextremismus als Herausforderung für Polizei und Gesellschaft (Nomos-Verlag) herausgegeben, dessen zentrale Linien sie in ihrem Input aufgreift. Sie widmet sich der Bedeutung von Erinnerungskultur für die Polizeigeschichte, der Analyse rechtsextremer Tendenzen innerhalb der Polizei sowie strategischen Überlegungen zur Prävention und zur nachhaltigen Verankerung demokratischer Werte im Polizeidienst. Dies betrifft nicht nur die Aus- und Fortbildung von Polizeibeamt:innen, sondern auch die Frage, wie innerhalb der Polizei Räume für Reflexion, Austausch und die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Perspektiven geschaffen werden können.

Jacob Liedtke, Projektleiter von „Nichts ist Vergangenheit“ (Kooperationsprojekt zwischen dem FBF und dem New Israel Fund Deutschland e.V.), begrüßt die Gäste und führt im Anschluss an den Input ein Gespräch mit Dr. Haass. Ausreichend Zeit ist für den Austausch mit dem Publikum eingeplant.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projekts „Nichts ist Vergangenheit“ (NIV) statt, das im Bundesprogramm „Demokratie leben!“ durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird.

Dr. Haydée Mareike Haass studierte Geschichte, Politik- und Wirtschaftswissenschaft auf Lehramt sowie Soziologie und Geschichte im Magisterstudiengang an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Gefördert durch ein Stipendium der Exzellenzinitiative a.r.t.e.s. promovierte sie an der Universität zu Köln zu den Krimiserien Der Kommissar und Derrick und ihrem NS-belasteten Drehbuchautor Herbert Reinecker. Von 2020 bis 2023 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Zeitgeschichte in München. Von 2024 bis Mitte 2025 vertrat sie die Professur für Polizeigeschichte und Politische Bildung an der Deutschen Hochschule der Polizei (DHPol) in Münster inne und ist dort zugleich Antisemitismusbeauftragte sowie Projektleiterin des Kooperationsprojekts DISKURS. Seit August 2025 gehört sie dem Projektbeirat des NIV-Projektes an.

Eine Veranstaltung des Fritz Bauer Forums.

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