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Martina Priessner
Sprachenrechte – Demokratie – Menschenrechte
Zur Zeit ist die Familienzusammenführung in der Bundesrepublik ausgesetzt. Wenn sie wieder möglich sein wird, gilt das Bestehen der Sprachprüfung „Start Deutsch 1“ des Goethe-Instituts als Voraussetzung. Die Prüfung erfordert die Beherrschung eines aktiven Wortschatzes von 300 und eines passiven Wortschatzes von 650 Wörtern.
In Form von Interviews erzählt der Film der Filmemacherin Martina Priessner die Geschichte von acht Personen aus verschiedenen Regionen der Türkei – alle wollen nichts anderes, als wieder mit ihren Partner*innen in Deutschland zusammenleben. Indem die Interviewten über ihr Leben berichten, wie sie ihre Partner*innen kennen lernten, welche Träume sie über das Zusammenleben mit ihren Familien in Deutschland haben, bauen sie Utopien, teilen sie ihre Verluste mit – es entwickeln sich Erzählungen, die auch die komplizierte Beziehung zwischen zwei Ländern widerspiegeln.
Im Anschluss Diskussion mit Martina Priessner (Dokumentarfilmerin), Sabine Stallbaum (AWO Kreisverband Bielefeld e.V.) und Alla Korol (AWO Kreisverband Bielefeld e. V.).
Martina Priessner ist Filmemacherin und Autorin in Berlin. Ihre Dokumentarfilme beschäftigen sich mit Migrationsregimen, Rassismus und den Kämpfen gegen das Vergessen und wurden u. a. bei der Berlinale und beim DOK Leipzig uraufgeführt. Für ihre Arbeit erhielt sie den Panorama Publikumspreis, den Amnesty Filmpreis, den Dokumentarfilmpreis des Goethe-Instituts sowie den Roman Brodmann Preis.
Sabine Stallbaum arbeitet seit 30 Jahren für den AWO Kreisverband Bielefeld e.V. in der Deutsch- und Integrationsförderung für erwachsene Zuwanderer*innen. Die Schwerpunkte ihrer Arbeit sind berufsbezogenes Deutsch/Deutsch am Arbeitsplatz und das Integrationsmanagement in Betrieben, Einrichtungen und Unternehmen. Seit 2011 arbeitet sie in Projekten des Förderprogramms Integration durch Qualifizierung (IQ). Derzeit leitet sie das Projekt „Klartext im Betrieb“ mit Angeboten rund um die Themen „Persönliche Werte und Werte im Unternehmen / Wertedialog“ und „Kritische Medienkompetenz“.
Alla Korol ist seit 2008 im Bereich der Deutschförderung für erwachsene Zuwanderer:innen tätig. Nach ihren Studienabschlüssen in Belarus und Deutschland in den Fächern Germanistik und Deutsch als Fremdsprache arbeitete sie als freiberufliche Dozentin und Fortbildnerin zu den Themen berufsbezogene Sprachförderung, Alphabetisierung sowie Sprachsensibilisierung. Seit 2013 ist sie im Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung” (IQ) aktiv. Aktuell arbeitet sie als Projektmitarbeiterin im Projekt „Klartext im Betrieb“ beim AWO Kreisverband Bielefeld e.V. Sie ist dort für die Planung und Umsetzung bedarfsorientierter Maßnahmen wie Sensibilisierungsveranstaltungen und Workshops zu den Themen Wertedialog, kritische Medienkompetenz etc. zuständig.
650 Wörter (Film, 2015, 46 Minuten)
Im Anschluss an die Veranstaltung lädt das Café Historias zum weiteren Austausch in gemütlicher Atmosphäre ein.
Die Veranstaltung ist Teil der Reihe «Sprachenrechte – Demokratie – Menschenrechte»
Sprachen sind die Grundlage für Verständigung und für Teilhabe. Sie können aber auch für das Gegenteil instrumentalisiert werden: für Ausgrenzung und als Machtinstrument. Die Veranstaltungsreihe will bewusst machen, dass Menschenrechte und Demokratie auch darauf basieren, dass alle Menschen mit all ihren Sprachen akzeptiert und respektiert werden. Als roter Faden durch die Veranstaltungen ziehen sich die folgenden Fragen:
Die letzte Veranstaltung der Reihe findet am 15.10.2026 statt.
Eine Veranstaltung des Fritz Bauer Forums

Magdalena Köhler (M.A.)
Veranstaltungen und interaktive Fritz Bauer Bibliothek
Telefon
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magdalena.koehler@fritz-bauer-forum.deÖffnungszeiten:
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